VdF-Exkursion zur Krupp-Mannesmann-Hütte Duisburg

30 Studierende des Fachbereiches TBW besuchten am 12.10.07 in Begleitung der Professoren Dr. Kothe und Dr. Müller und des Vorstandes des VdF, Dipl.-Ing. Klein und Dipl.-Ing Sandmann die Hüttenwerke Krupp Mannesmann in Duisburg-Huckingen. 

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Vor Ort gab es zunächst allgemeine Informationen zum Hüttenwerk.
Gunnar Amft, zuständig für Einstellung von Personal, informierte über Stellenangebote, Berufschancen, Einstiegsgehälter und Einstellungsverfahren. Er beantwortete ausführlich alle Fragen. Interessant waren seine Ausführungen zu den Studienabschlüssen Diplom, Bachelor und Master, zu Zusatzqualifikationen wie praktische Berufsausbildung, Fremdsprachen, Soft Skills und deren Auswirkungen bei der Bewerberauswahl. Grundsätzlich durchlaufen alle Bewerber ein Assessment Center, bevor sich die Personalabteilung zusammen mit dem jeweiligen Betriebsleiter zur Anstellung entscheidet.

Ein umfassender Vortrag über logistische Prozesse bei der Roheisen- und Stahlerzeugung folgte. Man bekam einen ersten Eindruck über die komplexen Abhängigkeiten, die eine reibungslose Produktion von täglich rund 4.000 t Stahl erforderlich macht. 

Mit Schutzhelm und Kittel, beides in auffälligem orange gehalten, mit Schutzbrille und einem Empfänger für die Führungsfunkanlage ausgestattet startete die Besichtigung mit dem eigenen Bus. Über das riesige Firmengelände érreichten wir zunächst den Hochofen. An einem Schaubild wurde noch Mal das Grundprinzip der Roheisengewinnung erläutert. Dann ging es auf eine Besuchertribüne, von der man einen guten Überblick über den gerade im Abstich befindlichen Hochofen hatte. Das flüssige Eisen wurde in Eisenbahn-Transport-Waggons geleitet, die nach dem Abstich sofort zur Weiterverarbeitung ins Stahlwerk verbracht wurden.

HKM verfügt über eine eigene Kokerei. Koks spielt bei der Roheisenerzeugung eine wesentliche Rolle. Er dient zur Reduktion der Eisenerze zu Eisen und liefert die beim Hochofenprozeß benötigte Wärme. In 70 aneinander gereihten Kammern, 18 m hoch, 7,85 m lang und 0,55 m breit, werden bei jedem Durchgang 42 t Koks erzeugt. Die Anlage läuft seit 1984 und soll jetzt durch eine neue mit einem Investitionsaufwand von 300 Mio € ersetzt werden.

Live konnten wir die Umfüllung der riesigen Transportpfannen mit je 240 t Roheisen in die Stahlwerk-Mischer erleben. Die Chargierung eines Konverters mit Roheisen und Schrott, das Blasen mit Sauerstoff, Schlacken- und Stahlabstich waren sehr beeindruckende Vorgänge.

Das Stahlwerk verfügt über 5 Stranggussanlagen. Der flüssige Stahl fließt kontinuierlich in die Anlagen. 2 Rundstranggießanlagen produzieren rundes Material von 180 bis 406 mm Durchmesser, 3 Gießanlagen erzeugen Brammen von 325 bis 2100 mm Breite und 260 mm Stärke. Das Endlosmaterial wird im noch glühenden Zustand durch autogene Schneidanlagen nach Kundenwünschen abgelängt und zum Transport bereit gestellt.

Bei Diebels im Duisburger Hafen wurden dann noch Durst und Hunger gestillt und über das gerade Erlebte diskutiert.

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